W.A. Mozart | Richard Wagner

Wolfgang Amadeus Mozart • Symphonie g-moll KV 550
Am 25. Juli beendete W.A. Mozart die Arbeit an der Partitur der g-moll
Sinfonie KV 550. In dieser Erstfassung waren Klarinetten noch nicht
vorgesehen. Mozart fügte sie erst später hinzu. Robert Schumann
fand, die g-moll Sinfonie besitze eine „griechisch-schwebende Grazie“
und war von ihr sehr angetan. Dass sich heute kaum jemand dieser
Charakterisierung anzuschliessen mag, liegt wohl daran, dass man die
g-moll Symphonie immer wieder im Licht der beiden Schwesternwerke
KV 543 und KV 551, alle komponiert im Jahre 1788 gesehen und
interpretiert hat. In der Tat haftet ihr, verglichen mit der strahlenden
„Jupiter-Symphonie“, KV 551, die ihr folgte, und der Es-Dur Symphonie,
KV 543, die ihr vorausging, etwas Melancholisches an.
ORCHESTER21, Tonhalle Zürich, 11. Juni 2008

Richard Wagner • Siegfried-Idyll
Als Geburtstagsgeschenk überraschte Richard Wagner seine Frau Cosima
an Weihnachten 1870 mit seiner Komposition Siegfried-Idyll. Es
war ein ganz persönliches Geschenk an seine Frau, die ihm am 6. Juni
1869 als drittes Kind einen Sohn mit dem Namen Siegfried geboren
hatte. Das Werk beinhaltet Motive aus dem dritten Akt der kurz zuvor
vollendeten Oper Siegfried. Darin ist auch die Melodie eines bekannten
Volksliedes enthalten: „Schlaf mein Kind, schlaf ein“. Das für ein Ensemble
von etwa dreissig Musikern komponierte Werk wurde an jenem
Weihnachtsmorgen von fünfzehn Musikern gespielt. Zum Glück war
das Treppenhaus so eng, dass Wagner auf die zwischendurch bereits
geplante Fassung für grosses Orchester verzichtete.
ORCHESTER19, Tonhalle Zürich, 17. Februar 2008